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25. November 2008 - 21:40

ein weiteres Leben als Bleistift

Manchmal lese ich einen Beitrag, der mich irritiert, ich lege ihn dann beiseite, um eventuell später darüber zu schreiben.

In diesem Falle habe ich sogar angefangen zu schreiben, ihn dann aber bei Seite gelegt, da ich meine Meinung noch nicht kannte.

Nun werd ich ihn, wenn auch in einer sehr gekürzten Fassung, online stellen:

Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich als Bleistift “wiedergeboren” werden möchte, aber eine klasse Metapher ist es allemal.

Mann kann es tatsächlich, und ich stimme Don Dahlman zu, wenn er auf neuerdings.com in seinem Beitrag  “Die Schrift der Toten” schreibt:

Carbon Copies sind Bleistifte, die aus der[sic] Kohlenstoffresten verbrannter Menschen entstanden sind. Das Konzept klingt im ersten Moment abschreckend, hat aber auch etwas für sich.

Ein Konzept, dass man vielleicht wirklich überdenken sollte.

 

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Autor: Dirk Mochalski
 


19. November 2008 - 22:25

Wie man 50000 Wörter in einem Monat schreibt

Wie Scot W. Stevenson in seinem Beitrag zur Völkerverständigung, also seinem Blog “USA Erklärt” berichtet, gibt es einen Wettbewerb Namens NaNoWriMo, der alle Menschen dazu aufruft, innerhalb eines Monats (im Monat November, um genau zu sein )  einen Roman mit wenigstens 50000 Wörtern zu schreiben.

Interessant an diesem Wettbewerb ist, dass unglaublich viele Leute mitmachen und anscheinend niemand befürchtet, seine schriftstellerischen Fähigkeiten könnten nicht genügen. Offensichtlich ist da jemand in der Lage, Menschen die Angst vor dem leeren Blatt zu nehmen und ein bisschen Mut zur selbst fabulierten Geschichte zu geben. Methode: kein Inhalt wird kritisiert oder bewertet – es werden sogar Tipps gegeben, wie man einen Roman gänzlich ohne Ideen schreiben kann…

Dieser Wettbewerb ist, wie so oft, eine Idee die eine eigenartige Historie hat und sich mit der Zeit verselbständigte. Die Teilnehmerzahl stieg von1999 bis 2007 von 21 auf  erstaunliche 101510 Teilenehmer an. Diese Zahlen sprechen für sich.

Ich habe diese Aktion leider etwas spät entdeckt, denn der November ist nun schon fast vorbei. Allerdings werde ich diesen Wettbewerb zum Anlass nehmen und werde auch mal wieder etwas Prosa zum Besten geben, denn ich habe das Problem, dass mein Fantasie mal wieder überläuft, und bevor ich anfange meine Umwelt völlig grundlos anzulügen, nehme ich mir die 101510 Romanautoren als Vorbild und schreibe lieber eine weitere Geschichte…

Bis auf weiteres
Dirk

 

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12. November 2008 - 12:21

Heute streiken die Schüler für ihre Bildung

Am heutigen Tag sind alle Schüler der BRD aufgerufen zu streiken.
Sie wollen sollen sich mit dem Staat anlegen und im zeigen, dass sie die Grundmauern der Zukunft sind, auf die ein Deutschland bauen sollte und – auf Gedeih und Verderb – bauen wird.

Ich hoffe, dass sie nicht nur wahrgenommen werden, sondern auch, dass sie sich Gehör verschaffen können ganz im Sinne von: “Bildungsblockaden einreißen!”

Weitere Infos:
http://www.schulaction.org/
http://www.wdr.de/themen/wissen/bildung/schule/schulstreik/index.jhtml

Ich wünsch euch jeden Erfolg. Vielleicht schafft ihr ja das, was eure Vorgänger (die aktuell Studierenden)  nicht schafften: Die Chance auf Bildung für jeden einzufordern.

Dirk

 

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Autor: Dirk Mochalski
 


10. November 2008 - 19:24

Denn es will Abend werden – die letzten Herbstimpressionen

Denn es will Abend werden…. (Lukas 24, 29)

Ok, ganz so drastisch ist es nicht um meine Gefühle bestellt, aber der Abend des Jahres steht bald an.
Der November hat sich am letzten Wochernende noch einmal mit all der goldenen Pracht – die eigentlich nur dem September zusteht – gezeigt, um zu sagen:

“Ich lege mich jetzt zur Ruh’ und es wäre schön, wenn nach meinem Aufwachen noch alle Tannenbäume stehen würden…”

In Anlehnung an das nun anstehende Wetter und die damit vorherrschenden Farben, habe ich diese Seite gestalterisch etwas verändert und ein paar Fotos eingepflegt:


Und zum Schluss noch ein Gedicht:

Über allen Gipfeln
Ist Ruh’
In allen Wipfeln
Spürest Du
Kaum einen Hauch;
Die Vögelein schweigen im Walde
Warte nur, balde
Ruhest Du auch.

Leider stammen diese Zeilen nicht aus meiner Feder, sondern aus der des Herrn Goethe.
Dieses Verslein ist in der Hütte “Goethehäuschen” bei Ilmenau zu lesen:

“Bei einem seiner insgesamt 28 Aufenthalte in Ilmenau übernachtete Goethe, nach einer Wanderung durch die Ilmenauer Berge, allein in der kleinen Schutzhütte auf dem Gipfel des Kickelhahns. Fasziniert vom anbrechenden Abend und der absoluten Stille schrieb er [es] mit einem Stift an die Holzplanken der Hütte[... .]“. (http://www.ilmenau.com/gipfel.asp)

Ich war im vorletzten Jahr selbst auf dem Krickelhans und habe mir diese Hütte angesehen. Zu wissen, dass Goethe vor über 200 Jahren in eben dieser Hütte stand und eben diese Aussicht genoss, erfüllte mich mit ebendem Gefühl, das mein Körper für solche Situationen bereithält:
Ein kleines Kribbeln im Bauch, das mit meiner Entdeckungslust immer einhergeht, eine gewisse Neugierde, gepaart mit einer unbestimmten Wehmut, die der Erkenntnis der Endlichkeit, durch das Wissen und kennen der Altvorderen, entspringt.

Also:
Das Alte geht – das Neue wird kommen.

Ich wünsche einen schönen Winter.

 

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Autor: Dirk Mochalski
 
 

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